März
Kubisches Fachwerk

Die geradlinige Formensprache der HUF Architektur lässt sich bestens mit einem Flachdach kombinieren. Nebengebäude im HUF Look, wie diese Doppelgarage, sind Teil der Gesamtkomposition.

HUF Evergreen Playlist

Im übertragenen Sinne steht der Begriff Evergreen für etwas Langlebiges, das auch noch nach Jahren beliebt ist und sich anhaltenden Erfolges erfreut. Dass das HUF Haus seit Jahrzehnten als Designklassiker gilt, ist unbestritten!

Typischerweise wird der Evergreen in der Musikszene verortet und beschreibt einen Dauerbrenner bzw. einen Ohrwurm, der vielen Menschen gut gefällt - und zwar über Jahre und Jahrzehnte. 
Songs, die nicht in Vergessenheit geraten.

Was hören die HUF Mitarbeiter*innen am liebsten? Das Redaktionsteam hat eine HUF Evergreen-Playlist für Sie erstellt.

Architektur-Evergreen

Manfred Adams schuf das legendäre Design der HUF Fachwerkäuser. Wie war sein Werdegang und welche Menschen haben den erfolgreichen Architekten, der im Dezember 2019 verstarb, geprägt?

Manfred Adams über seine Ausbildung

Zwei Namen standen für große, innovative Architektur: Gustav Hassenpflug, der Bauhäusler an der Landeskunstschule Hamburg (...) und eben Sep Ruf. (...) Die Architekturhaltung Sep Rufs entsprach meiner Vision sehr, umso größer die Enttäuschung über die Absage, weil ich die Bedingungen zur Aufnahme nicht erfüllte: mir fehle der Abschluss einer Bauingenieurschule oder das Vordiplom einer technischen Hochschule. Das rief meinen Chef und Förderer Heinz Thoma auf den Plan. Wir schrieben das Jahr 1956 niemand ahnt etwas vom ICE oder Billigflugtickets.

Thoma setzte sich empört ins Auto. Das Ergebnis seiner geheimen Mission und der Unterredung mit Sep Ruf in dessen Münchner Atelier lässt mich noch heute den Druck auf den Schultern spüren: Heinz Thoma musste eine schriftliche Erklärung abgeben, dass mein Ausbildungsstand den Aufnahmebedingungen entspräche. Darüber hinaus musste ich die Aufnahmeprüfung mit überdurchschnittlichem Ergebnis bestehen. Diese bestand aus der Planung einer zweizügigen Dorfschule in unterschiedlichen Maßstäben und einem wesentlichen Detail im Maßstab 1:20. Anschließend musste ich mein künstlerisches Talent in einer Freihandzeichnung eines Gegenstands unter Beweis stellen. Bleich und mit größtem Herzklopfen machte ich mich ans Werk.

Dass Heinz Thoma, der mit einer erfolgreich bestandenen Prüfung, mich als seinen geschätzten Mitarbeiter verlieren würde, mir in genau diesem Moment psychischen Halt und Selbstbewusstsein gab, sei an dieser Stelle allen um menschliche Größe und altruistische Weitsicht bemühten Vorgesetzten ins Stammbuch geschrieben, so geht das!

Wie ging es aus?

Es war ein aufregendes Gefühl bei der “Huberin” (Rufs Sekretärin in der Akademie) zu klopfen. Sie war nun die Verkünderin der Ergebnisse:

“Adams, Manfred? Sie hamm´s genomma.”

Mehr nicht. Für mich war es das Betreten einer neuen Welt.

Manfred Adams über sein Studium und Franz Huf

Das Studium beim überaus charismatischen Sep Ruf war beflügelnd und kreativ-rauschhaft. Er lehrte uns Emotion mit dem Verstand zu deuten und Ästhetik intellektuell zu verstehen. Rufs Philosophie vereinbarte Architektur und bildende Künste, fließende Räume und Intimität, Außen und Innen, Gesten und Raumandeutungen, Freiraum und imaginäre Räume, Aktion und Besinnlichkeit.

Zwischen Sep Ruf und mir, den zwei Architekten und den in unterschiedlicher Weise Kultur als Ausdruck des Empfindens Suchenden, entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft, geprägt von Respekt und Übereinstimmung.“

Auf der Suche nach einem geeigneten Zimmereibetrieb für die Erstellung des Hauses für Freunde der Müggenburgs in Hartenfels begegnete ich dem Unternehmen HUF HAUS. Mir imponierten die perfekten in handwerklicher Präzision ausgeführten Arbeitsabläufe ebenso wie der persönliche Umgang des Firmenchefs mit seinen Mitarbeitern. Für mein Bauvorhaben war HUF ein Glücksgriff.

Als Franz Huf mir vorschlug meinen Haustyp in Fertigbauweise herzustellen war ich von seinem unternehmerischen Mut, diesem damals anspruchslosen und uniformen Markt mit ästhetischem und qualitativem Anspruch zu kommen, mehr als überrascht. Ich als Planer, er als Unternehmer, einfach visionär. Als er unseren Vertrag mit einer sehr langen Laufzeit noch durch seine Namensgebung (wir schrieben das Jahr 1972) HUF FACHWERKHAUS 2000 toppte, war ich sprachlos.