Richtfest des stationären Hospiz St. Thomas

Nach der Auftaktveranstaltung Ende März 2014 nimmt die Vision von der Errichtung eines stationären Hospizes im Westerwald jetzt konkrete Formen an: Die Bauarbeiten sind nun so weit vorangeschritten, dass am Freitag, 10. März, Richtfest gefeiert wurde. Alle Unterstützer, Spender und Interessierten waren dazu herzlich eingeladen, so dass über 300 Gäste dem feierlichen Programm bei strahlendem Sonnenschein beiwohnten.

Schöneres Wetter hätte man sich für diesen besonderen Tag nicht wünschen können! Der Meinung waren auch die Redner, die sich allesamt über den Sonnenschein und das erfolgreich voranschreitende Projekt Hospiz St. Thomas freuten.

Frau Disteldorf, Geschäftsführung der Katharina Kasper HOSPIZ GmbH, begrüßte zunächst die Anwesenden und bedankte sich für die Arbeit aller Beteiligten in den letzten Wochen und Monaten. Sie leitete anschließend zu Landrat Achim Schwickert über, der die Bedeutsamkeit des Projektes betonte und den „langen Atem“ der Initiatoren lobte.

Heinz-Peter Rüffin (1. Vorsitzender des Hospizverein Westerwald e.V.) schloss sich den Worten an und begrüßte das Engagement der Westerwälderinnen und Westerwälder. Auch Georg Huf freute sich über den Baufortschritt und bedankte sich bei den vielen Firmen, die Material oder Produkte beigesteuert haben.

Eine schöne Überraschung bescherte Sarah Huf, Garten- und Landschaftsarchitektin des HUF Tochterunternehmens GartenART, mit der Überreichung eines ungewöhnlichen Geschenks: Vorab wurde eine Blumen-Esche vor dem Hospiz gepflanzt, die sich später in das Gesamtarrangement des „Garten des Lebens“ einfügt.

Nach der Einsegnung des Rohbaus durch Pater Ralf Büscher, sprach der Richtpolier den klassischen Richtspruch für das Haus. Die Bläsergruppe der Anne-Frank-Realschule plus Monatabaur sorgte für musikalische Untermalung während der Veranstaltung.

Von Anfang an haben sich sehr viele Westerwälderinnen und Westerwälder in unterschiedlichster Art und Weise eingebracht und sich unser gemeinnütziges Ziel damit zu Eigen gemacht. Neben der Unterstützung durch die Deutsche Fernsehlotterie mit EUR 500.000,00 ist der aktuelle Betrag in Höhe von ca. EUR 1,9 Mio. auf das bemerkenswerte Spendenengagement der Westerwälderinnen und Westerwälder zurückzuführen. Die Einweihung und Eröffnung des „gastfreundlichen Hauses des Lebens“ für den letzten Lebensabschnitt wird am Samstag, 24. Juni 2017, stattfinden.

Bis zu acht Gäste können in den hellen, lichtdurchfluteten Räumen des Hospiz St. Thomas, die alle auf einer Ebene liegen, würdevoll umsorgt und begleitet werden. Hier wird ihnen zugehört und auf ihre Wünsche eingegangen – von hauptamtlichen Pflegekräften und Ehrenamtlichen.

Neben den Baukosten in Höhe von EUR 2,4 Mio., für die keine öffentlichen Fördermittel zur Verfügung stehen, wird auch der Betrieb des Hospizes keine vollständige Kostendeckung durch Kranken- oder Pflegeversicherungen erfahren. Um das gemeinnützige Projekt zu betreiben, braucht es daher auch weiterhin Freunde und Förderer.

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